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Geschichte: Chaniá war ursprünglich eine minoische Siedlung. An derselben Stelle gründeten 520 v. Chr. Samische Einwanderer Kydonia, das nach mehreren Auseinandersetzungen mit den anderen Stützpunkten der Insel zur bedeutendsten Siedlung Westkretas anwuchs. 1252 wurde Kydonia von den Venezianern erobert, die es "Canea" nannten. 1267-90 beherrschten die Genuesen die Stadt, anschließend wurde sie wieder von Venedig erobert, das eine Festungsmauer um das wichtigste Stadtviertel Castello baute (größtenteils heute noch zu sehen) und ebenfalls einen Vorort durch einen Mauerring befestigte. Im 14. Jh. entstand der verhaltnismäßig kleine Hafen. 1537 wurde die Stadt von türkischen Seeräubern überfallen. 1538 schuf der Festungsbaumeister Michele Sammicheli aus Venedig neue, teils enorme Verteidigungsanlagen, die einer Belagerung durch die Türken im Jahre 1645 jedoch nur 55 Tage standhielten. Trotz dauernder Aufstände der Kreter und gegenseitiger Verluste behielten die Türken die Herrschaft über Chaniá, das während dieser Zeit an Bedeutung verlor, 1841 jedoch zur Hauptstadt Kretas ernannt wurde. 1898 wurde Chaniá zusammen mit ganz Kreta Griechenland eingegliedert. 1941 wurde die Stadt nach schweren Beschädigungen durch Luftangriffe von deutschen Truppen eingenommen. Seit 1971 ist Iraklion wieder Hauptstadt Kretas.
Altstadt: Obwohl gerade sie durch den Bombenkrieg sehr gelitten hat, ist die hauptsächlich vom Stil der Venezianer bestimmte Altstadt nach wie vor besonders reizvoll. In kleinen Gassen finden sich schöne Patrizierhäuser mit Freitreppen und Loggien, Wappen, Marmorportalen und reliefierten steinernen Brunnen.
Hafen: Sehr malerisch wirkt der kleine venezianische Hafen mit altem Leuchtturm. Dort sind noch die sieben venezianischen Arsenale zu sehen.
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